Herzlich willkommen!

Der Thüringer Landtag hat  neue Corona-Regelungen ab dem 03. April beschlossen, welche umfassende Lockerungen vorsehen. So entfallen die 3G Regelungen sowie die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen. Die Pflicht zur Kontaktnachverfolgung entfällt.

Es wird jedoch empfohlen, wo immer möglich und zumutbar, einen Mindestabstand von wenigstens 1,5 Metern einzuhalten. Insbesondere in geschlossenen Räumen und Situationen, in denen der Mindestabstand unterschritten wird oder in denen ein engerer oder längerer Kontakt zu anderen Personen unvermeidbar ist, wird weiterhin empfohlen, eine qualifizierte Gesichtsmaske im Sinne des § 6 Abs. 2 zu tragen.

Wir freuen uns, Sie im Schloss- und Spielkartenmuseum begrüßen zu dürfen.

Rote Spitzen 13. und 14. August geschlossen

Personalbedingt bleiben die Roten Spitzen am 13. und 14. August 2022 geschlossen.

In 100 Sekunden durch unsere Schlosswelt: Sehenswürdigkeiten und Event-Locations

Uwe Strömsdörfer, Schloss- und Kulturbetrieb/Joachim Köhler MEDIADESIGN Erfurt (Drohnenaufnahmen)


Sonderausstellung: „Vom Jammertal ins Paradies. Sterben, Tod und Trauer am Altenburger Hof"

Vom Jammertal ins Paradies. Sterben, Tod und Trauer am Altenburger Hof

01.07.-31.10.2022

Wie ging die herzogliche Familie von Sachsen-Altenburg (1603–1672) mit dem Tod um, welches Bild zeichnete sie von den Verstorbenen für die Nachwelt? Das Schloss- und Spielkartenmuseum präsentiert in dieser hochrangigen Sonderausstellung seinen einzigartigen Schatz an authentischen Zeitzeugnissen zu Tod und Trauer, darunter lebensgroße Totenbildnisse, Dokumentationen der Leichenzüge und der Aufbahrung sowie sehr seltene Textilien wie das Sargtuch eines Prinzen. Es ist das erste Mal, dass die kostbaren und fragilen Objekte, die sonst kaum gezeigt werden können, zusammen ausgestellt werden. Auch die Gruft mit den prachtvollen Särgen wurde instandgesetzt und kann zu festen Terminen im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Erschütternde Zeugnisse der Trauer wie der verzweifelte Nachruf einer Mutter auf ihr verstorbenes Kind stehen der kalten Pracht des adeligen Trauerzeremoniells gegenüber, mittels dessen der Adel die memoria, das Totengedächtnis, prägen wollte: Mit dem Nachruhm des Verstorbenen feierte man immer auch den Rang der fürstlichen Familie.

Bei Ihrem Ausstellungsbesuch können Sie dem sächsischen Hochadel in seinen privatesten Momenten nahe kommen, aber auch den Prunk der großen Trauerfeierlichkeiten miterleben.

In Vorbereitung auf die Ausstellung ist eine wissenschaftliche Publikation erschienen. Diese ist im Museumsshop erhältlich.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 09:30 bis 17:00 Uhr zu besichtigen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Begleitprogramm


Jeden Freitag Drucktag für Praktiker: Mit vorhandenen Druckplatten an der Presse durchstarten

Angebot für Praktiker

Wollten Sie schon einmal richtige Druckerschwärze schnuppern oder an den Händen kleben haben? Dann gehen Sie doch bei unseren Kartendruckermeistern in die Lehre. Tauchen Sie in die Geschichte des Druckerhandwerks ein und lernen Sie, Spielkarten selber zu drucken.

- Kurzer Einblick in das Spielkartenmuseum

- Vorstellung der Druckwerkstatt

- Erstellen eines Hochdrucks

 

Freitags 14:00 und 15:00 Uhr

Ca. 60 Min., 5,00 € pro Person / ohne Anmeldung/ max. 20 Personen


Das Residenzschloss Altenburg digital entdecken

Kleine und große Entdecker können in einer kniffeligen Rätseltour das Residenzschloss Altenburg digital erkunden. In Zusammenarbeit mit dem Thüringer Kulturpass können dabei digital Stempel für das Kulturpass-Heft gesammelt werden. Einfach kostenfrei die App Actionbound herunterladen, QR Code scannen und auf geht’s zu spannenden Abenteuern!

 


Publikation: ,,Vom Jammertal ins Paradies"

Die Altenburgica-Literatur erfährt in diesen Tagen einen spannenden Zuwachs: ,,Vom Jammertal ins Paradies" titelt eine im E. Reinhold Verlag erschienene Publikation, in welcher erstmals für den Altenburger Fürstenhof des 17. Jahrhunderts äußerst komplex das Sterben, der Tod, die Beisetzungszeremonien und das Totengedenken in den Fokus der Betrachtung gerückt werden. Ausführlich finden die wettinische Bestattungskultur und ihre Ausstrahlung auf Altenburg eine Würdigung. Funeralschriften, insbesondere Leichenpredigten und Archivalien des Staatsarchives Altenburg werden als Quellen vorgestellt. In Altenburg dienten zwischen 1626 und 1672 zwei Gewölbe als fürstliche Grablege. Geschichte und Belegung der Gruftanlagen in der Brüder- und der Schlosskirche verbinden sich mit interessanten Fakten, die teilweise aus einer Fülle bisher unerschlossener Archivalien zusammengeführt und erstmals dem interessierten Leser vorgestellt werden können. Dies betrifft auch Sachzeugen der Sepulkralkultur: Gemälde, Grafiken, Textilien und Sterbemünzen reflektieren die Erinnerungskultur. Ihrer Entstehungsgeschichte nachzuspüren, verband sich mit zahlreichen neuen Erkenntnissen.

Die Publikation wurde vom Landesarchiv Thüringen, Staatsarchiv Altenburg und dem Residenzschloss Altenburg herausgegeben. Sie sollte im vergangenen Jahr anlässlich einer namensgleichen Ausstellung im Schloss- und Spielkartenmuseum erscheinen. Coronabedingt wurde die Ausstellung vorerst abgesagt und wird zu einem späteren Zeitpunkt erneut thematisiert. Dem geschichtsinteressierten Leser sei bis dahin eine fesselnde Lektüre empfohlen.