In 100 Sekunden durch unsere Schlosswelt: Sehenswürdigkeiten und Event-Locations

Uwe Strömsdörfer, Schloss- und Kulturbetrieb/Joachim Köhler MEDIADESIGN Erfurt (Drohnenaufnahmen)

 


Konzert: ECHO for Peace

Konzert
ECHO for Peace

Auch beim diesjährigen europaweiten Konzertevent „ECHO for Peace“ beteiligt sich Altenburg am 25. April 2026 um 17 Uhr mit einer musikalisch-literarischen Darbietung zahlreicher Künstlerinnen und Künstler in der Schlosskirche des Residenzschlosses Altenburg. Das Grußwort zur Veranstaltung spricht Oberbürgermeister André Neumann.

2025 fand im europäischen Städtenetzwerk ECHO (European Cities of Historical Organs) erstmalig das länderübergreifende Format „ECHO for Peace“ statt. Diese Veranstaltung wird nun zum zweiten Mal durchgeführt. In neun ECHO-Städten von Granada bis Trondheim wird in einem simultanen Friedenskonzert der Ruf nach Frieden über den europäischen Kontinent hinweg formuliert.

Krisen und Kriege an vielen Orten der Welt bestimmen derzeit die Nachrichtenlage. Das Konzert „ECHO for Peace“ möchte die Opfer dieser Auseinandersetzungen würdigen und zugleich mit künstlerischen Mitteln Mut und Hoffnung machen. Das Programm beim Altenburger Konzertevent bildet einen Spannungsbogen aus Texten und Musik, der gregorianischen Gesang, Orgelmusik und Musik für Solo-Kontrabass in einen Zusammenhang stellt.

mit Anne Herzig (Leipzig) – Texte/Lesungen,
Vincent Peterseim (Altenburg/Gera) – Kontrabass,
Kilian Homburg (Weimar) und Theresa Heidler (Leipzig) – Orgel (Young ECHO Ambassadors Altenburg),
der Schola lipsiensis (Leipzig), Leitung: Jonas Schauer

Eintritt: frei (um Spenden wird gebeten)


THÜRINGER SCHLÖSSERTAGE „Aufgeführt! Fahrendes Volk und höfisches Theater“

THÜRINGER SCHLÖSSERTAGE  „Aufgeführt! Fahrendes Volk und höfisches Theater“

22.5.25.05.2026

Vom 22. bis 25. Mai 2026 stehen die Thüringer Schlössertage unter dem Motto „Aufgeführt! Fahrendes Volk und höfisches Theater“. Die Residenzen der Schatzkammer werden zu Bühnen für Gaukler, Hofschauspielerinnen, Musikanten und große Inszenierungen.

Der Blick führt auf das Alltägliche der fahrenden Künstlerinnen und Künstler, deren Bühnenleben jenseits der festgelegten Residenzen stattfand. Spannungen zwischen Mobilität, Privilegien und Publikumsnähe werden sichtbar: Wer bestimmt, wer sehen darf? Welche Geschichten erzählen die Bühnen der Straßen, Gärten und Höfe? Eine Reise durch Musik, Tanz, Theater und bildende Kunst, die Grenzen verwischt und neue Verbindungen schafft. Tauchen Sie ein in spontane Impulse, historische Fundstücke und heutige Reflexionen über Bewegung, Repräsentation und Gemeinschaft.

Freuen Sie sich auf besondere Führungen, Inszenierungen in historischen Räumen, Konzerte und Mitmachangebote für die ganze Familie. Die Thüringer Schlössertage 2026 zeigen, wie sehr Theater nicht nur unterhalten, sondern Gesellschaft spiegeln, verbinden und bewegen kann.

Programm als PDF

 


„Prinzen im Dornröschenschloss – Die Altenburger Museen im Aufbruch zur Bildungslandschaft“

„Prinzen im Dornröschenschloss – Die Altenburger Museen im Aufbruch zur Bildungslandschaft“ thematisiert Aspekte der künftigen Nutzung der zahlreichen Liegenschaften am Schlossberg, aber auch mögliche neue Depotlösungen und versucht sich an der Beantwortung gesellschaftspolitischer Herausforderungen der Altenburger Museumslandschaft wie Barrierefreiheit, Inklusion oder Nachhaltigkeit. Wesentlich ist die eindeutige Ausrichtung der Museen im Zeichen der Bildungslandschaft, die sich an den Idealen Bernhard August von Lindenaus orientiert und insbesondere einen LindenauCAMPUS zum Ziel hat.

Der Masterplan dient als Diskussionsgrundlage für die Weiterentwicklung des Altenburger Schlossberges in den kommenden Jahren und Jahrzehnten hin zu einer einzigartigen musealen Bildungslandschaft mit Leuchtturm-Charakter. Zugleich versucht er Fördermittelgeber für die ambitionierten Ziele zu gewinnen.

Bestellen können Sie den Katalog hier.

Kostenloser Download als PDF

 


Jeden Freitag Drucktag für Praktiker: Mit vorhandenen Druckplatten an der Presse durchstarten

Angebot für Praktiker

Wollten Sie schon einmal richtige Druckerschwärze schnuppern oder an den Händen kleben haben? Dann gehen Sie doch bei unseren Kartendruckermeistern in die Lehre. Tauchen Sie in die Geschichte des Druckerhandwerks ein und lernen Sie, selbst eine Druckgrafik anzufertigen.

- Kurzer Einblick in das Spielkartenmuseum

- Vorstellung der Druckwerkstatt

- Erstellen eines Hochdrucks

 

Freitags 14:00 und 15:00 Uhr

Ca. 60 Min., 5,00 € pro Person / ohne Anmeldung/ max. 20 Personen

Publikation: „Altenburgs Fotografen – Das Fotoatelier Arno Kersten 1867-1938"

Das Schloss- und Spielkartenmuseum im Residenzschloss Altenburg erhielt 1992 mit einer Schenkung den Nachlass des Altenburger Fotoateliers Arno Kersten, welches von 1867 bis 1938 in Altenburg existierte. Glücklichen Umständen ist es zu verdanken, dass dieser Nachlass aus über 20.000 Glasnegativen, über 5.000 Abzügen, Dokumenten und Atelierausstattung erhalten blieb und uns einen Blick in die Vergangenheit erlaubt.

2019 wurde der einzigartige Bestand erstmals in der Ausstellung: „Stadt. Mensch. Geschichten. – Altenburger Fotoatelier Arno Kersten 1867–1938“, der Öffentlichkeit präsentiert. Der nun entstandene Band setzt sich mit den Anfängen der Fotografie in der Residenzstadt Altenburg sowie im Besonderen mit der Geschichte des Ateliers Arno Kersten und deren Fotografen Arno Kersten, Friedrich Otto Kersten und Joseph Bernath auseinander – eine materialreiche Geschichte der Fotografie in Altenburg – von den Anfängen des Mediums bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

Auf 240 Seiten erzählt die im Jonas Verlag Weimar erschienene Publikation die Geschichte des Altenburger Fotoateliers. 290 Abbildungen, eine repräsentative Auswahl der Werke der Fotografen des Ateliers Arno Kersten, dokumentieren in ihrer Breite dessen 71-jährige Geschichte, die dabei stellvertretend für viele Ateliers dieser Zeit stehen kann, aber besonders für jene, die über mehrere Generationen geführt wurden.

Autor: Uwe Strömsdörfer                                                                                                                          
Herausgeber: Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg, Residenzschloss Altenburg                       
Jonas Verlag                                                                                                                                                                          
1.Auflage 2023                                                                                                                                                                       
240 Seiten                                                                                                                                                                       
290 Abbildungen, zumeist in s/w                                                                                                        
Buchausgabe (D): 32,00 €                                                                                                                                              
ISBN: 978-3-89445-597-2

 


Publikation: ,,Vom Jammertal ins Paradies"

Die Altenburgica-Literatur erfährt in diesen Tagen einen spannenden Zuwachs: ,,Vom Jammertal ins Paradies" titelt eine im E. Reinhold Verlag erschienene Publikation, in welcher erstmals für den Altenburger Fürstenhof des 17. Jahrhunderts äußerst komplex das Sterben, der Tod, die Beisetzungszeremonien und das Totengedenken in den Fokus der Betrachtung gerückt werden. Ausführlich finden die wettinische Bestattungskultur und ihre Ausstrahlung auf Altenburg eine Würdigung. Funeralschriften, insbesondere Leichenpredigten und Archivalien des Staatsarchives Altenburg werden als Quellen vorgestellt. In Altenburg dienten zwischen 1626 und 1672 zwei Gewölbe als fürstliche Grablege. Geschichte und Belegung der Gruftanlagen in der Brüder- und der Schlosskirche verbinden sich mit interessanten Fakten, die teilweise aus einer Fülle bisher unerschlossener Archivalien zusammengeführt und erstmals dem interessierten Leser vorgestellt werden können. Dies betrifft auch Sachzeugen der Sepulkralkultur: Gemälde, Grafiken, Textilien und Sterbemünzen reflektieren die Erinnerungskultur. Ihrer Entstehungsgeschichte nachzuspüren, verband sich mit zahlreichen neuen Erkenntnissen.

Die Publikation wurde vom Landesarchiv Thüringen, Staatsarchiv Altenburg und dem Residenzschloss Altenburg herausgegeben. Sie sollte im vergangenen Jahr anlässlich einer namensgleichen Ausstellung im Schloss- und Spielkartenmuseum erscheinen. Coronabedingt wurde die Ausstellung vorerst abgesagt und wird zu einem späteren Zeitpunkt erneut thematisiert. Dem geschichtsinteressierten Leser sei bis dahin eine fesselnde Lektüre empfohlen.