Sonderausstellungen
Sonderausstellung: "Von Murmeln bis Minecraft – Kinderspiel gestern und heute"
01.12.2026–07.03.2027
Schlossmuseum
im Residenzschloss Altenburg
Kinderspiel ist nicht einfach nur Zeitvertreib. Im Spiel entwickeln und erproben Kinder Fähigkeiten, die sie später im Erwachsenenleben benötigen. Schon der Thüringer Reformpädagoge Friedrich Fröbel (1782–1852) wusste: Spielen ist die höchste Stufe der Kindesentwicklung.
Kinder spielen eigentlich ständig, können sich in eigene Fantasiewelten versetzen, vor allem im Vorschulalter. Dafür sind nicht unbedingt aufwendige Spielsachen nötig. Nachdem im 18. Jahrhundert die Kindheit als prägender Lebensabschnitt erkannt wird, kommt es zu einem großen Spielzeug-Boom, der bis heute anhält. Wer dabei nur an Massenprodukte denkt, liegt falsch. Auch Kunst und Design prägen das Kinderspiel.
Digitale Spiele sind nicht grundsätzlich schlechter als analoge Spiele. Entscheidend ist vielmehr, wie sehr ein Spiel die Fantasie anregt. Kinderspiele spiegeln daher immer auch die Zeit wider, in der Kinder leben. Die grundlegenden Ideen bleiben dabei oft ähnlich – verändert hat sich vor allem das äußere Erscheinungsbild.
Begeben Sie sich in unserer Ausstellung auf eine kleine Reise ins Gestern und Heute des kindlichen Spiels, und entdecken Sie dabei vielleicht Ihre eigene Kindheit wieder.
Die Einladung zur Eröffnung am 29.11.2026 finden Sie hier (PDF).
,,(Landes-)Geschichte(n) in 11 Objekten. Die Rüst- und Antiquitätenkammer des Residenzschloss Altenburg"
Unverrückbar wie das Residenzschloss Altenburg wirkt auch dessen Interieur. Die Möbel, Porträts und Waffen vermitteln auf die Besucher womöglich den Eindruck, sie hätten hier seit jeher gestanden.
Dem ist natürlich nicht so. Die meisten Objekte haben lange Reisen hinter sich. Durch Umzüge, Erbschaften und Schenkungen fanden sie ihren Weg ins Schloss – und andere auch wieder hinaus. Der historische Bestand der Rüst- und Antiquitätenkammer unterlag einem solchen Wandel in besonderem Maße. Das Sammlungsspektrum reicht dabei über Kriegsgeräte, Zierobjekte bis hin zu authentischen materiellen Zeugnissen des legendären Altenburger Prinzenraubs. Was heute womöglich nicht zusammengehörig scheint, war dieses historisch jedoch: Die Altenburger Rüst- und Antiquitätenkammer steht in Tradition der Wunderkammern, in welcher besonders anschauenswerte Objekte an den Höfen gesammelt wurden.
Die hier präsentierten elf Objekte geben einen Einblick in den Bestand der ehemaligen Rüst- und Antiquitätenkammer. In einer Kooperation zwischen dem Residenzschloss Altenburg und der Friedrich-Schiller-Universität Jena sind sie durch Studierende erforscht worden. Die Ausstellungstexte zeugen auch von der individuellen Betrachtungs- und Erzählweise der Studierenden für die von ihnen ausgewählten Objekte