"Hüttenzauber: 100 Jahre Altenburger Kunsthütte"

Ausstellungszeitraum: 13. November 2018 bis 22. Mai 2019 im Residenzschloss Altenburg (VERLÄNGERT)

Sie waren eine verschworene Gemeinschaft und pflegten ihre Rituale mit derart bissigem Ernst, dass daraus Witz erwuchs. Sie bezeichneten sich selbst als Zwerge und jeder von ihnen erhielt einen eigenen Namen. Sie führten in ihrem Tun Satire und künstlerische Schaffenskraft zusammen, wenn sie das Frühlingsfest, die Sonnenwende oder das Julfest feierten. Sie waren Künstler, Intellektuelle, Menschen mit und ohne Einfluss. Zusammen waren sie: die Altenburger Kunsthütte. Gründer und Kopf der Gruppe war der Altenburger Grafiker Otto Pech, auch Pix genannt. Der von ihm initiierte Verband bestand von 1919 bis 1938.

Die Ausstellung stellt erstmals das breite Schaffen der Vereinigung vor. Sie zeichnet dazu die Biografien verschiedener Mitglieder nach. Viele der ausgestellten Objekte werden erstmals präsentiert, nachdem sie in aufwendige Recherchen aus Deutschland, verschiedenen Ländern Europas und Kanada wieder zusammengetragen wurden.

Kommende Ausstellungen 2019:

Sonderausstellung: "Stadt. Mensch. Geschichten. – Atelierfotografie Arno Kersten 1867–1938"

Ausstellungszeitraum: 18. Mai bis 27. Oktober 2019 im Residenzschloss Altenburg

Fotos erzählen Geschichten. Der Nachlass des Altenburger Fotografenateliers Arno Kersten bildet mit Studioausstattung und Geschäftskorrespondenz aus acht Jahrzehnten einen deutschlandweit einzigartigen Schatz. Er eröffnet vielfältige zeithistorische Einblicke in das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert. In der Ausstellung wird der Geschichte hinter den Bildern nachgegangen. Es sind eigens produzierte Filme zu sehen, welche über die zeitgeschichtlichen Kontexte der Bildmotive erzählen. Neben zahlreichen Zeitdokumenten, Fotos und Teilen der Studioausstattung werden ein dem Atelier Kersten nachempfundenes Glasatelier sowie eine Selfie-Station im historischen Gewand zu erleben sein.

Sonderausstellung: „humboldt⁴: Herzöge auf Spitzbergen, Prinzen am Amazonas: Adlige Entdecker in der Nachfolge Humboldts“

Ausstellungszeitraum: 18. August bis 3. November 2019 im Residenzschloss Altenburg

Der Universalgelehrte Alexander von Humboldt haderte zeitlebens mit seinem gesellschaftlichen Status, zugleich bewegte er sich als preußischer Kammerherr  im Kreis der höfischen Aristokratie. Humboldts Leistungen inspirierte Generationen seiner adligen Standesgenossen, die ihm bis in das 20. Jahrhundert hinein auf dem Feld der Wissenschaft nacheiferten. Sie finanzierten Forschungsreisen und erkundeten als Geographen und Biologen die für Europäer unbekannten Regionen unserer Welt. Einer dieser Nachfolger war der Altenburger Herzog Ernst II., der im Jahr 1911 eine Spitzbergen-Expedition unternahm. In der Ausstellung werden der Nachhall von Humboldts Werk, das Rollenmodell von „Aristokraten als Forschern“ im Zeitalter der Entdeckungen und des Kolonialismus sowie die Expedition von Ernst II. im kulturhistorischen Kontext kritisch aufgearbeitet und thematisiert.

Die Ausstellung ist Teil einer Ausstellungsreihe von vier Museen des Altenburger Landes anlässlich des 250. Geburtstages Alexander von Humboldts. In vier verschiedenen  Ausstellungen werden verschiedene Aspekte von Humboldts Wirken und seine Wirkung auf die Region Altenburg beleuchtet. Die drei Kooperationspartner sind das Lindenau-Museum Altenburg, das Museum Burg Posterstein und das Naturkundemuseum Mauritianum.