Residenzschloss Altenburg

In 100 Sekunden durch unsere Schlosswelt: Sehenswürdigkeiten und Event-Locations

Uwe Strömsdörfer, Schloss- und Kulturbetrieb/Joachim Köhler MEDIADESIGN Erfurt (Drohnenaufnahmen)


Das Residenzschloss Altenburg wird zur PLAYMOBIL-Welt

PLAYMOBIL-Winterzauber im Residenzschloss Altenburg – Sammlung Oliver Schaffer

Der Schloss- und Kulturbetrieb hat Großes vor. Die in den Wintermonaten größte PLAYMOBIL-Ausstellung Deutschlands wird vom 1. Dezember 2019 – 15. März 2020 im Residenzschloss Altenburg zu bestaunen sein. Highlight ist ein 80 m2 großes Diorama „Königreich der Schneekristalle“ im Festsaal des Schlosses. Insgesamt 1.000 Figuren und ungezählte Einzelteile werden dazu verbaut werden. Ab dem 1. Dezember verwandelt sich das Residenzschloss Altenburg in eine PLAYMOBIL-Welt. Die Figuren der Herz-Dame und der Ritter knüpfen an die Erfindung des Skat-Spiel in Altenburg und den legendären Prinzenraub an.“

Neben Flächen im Erdgeschoss wird auch der Festsaalflügel bespielt werden. Sowohl die repräsentativen Flure, als auch das Entree zum Festsaal werden die erweiterte Kulisse für die PLAYMOBIL-Ausstellung bieten.

Gewonnen hat man für das ehrgeizige Unternehmen den Künstler und Ausstellungsmacher Oliver Schaffer, der mit seinen Schauen bereits bundesweit begeisterte. Schaffer verwandelt renommierte Museen in fantasievolle Spielzeug-Landschaften. Er besitzt mit mehr als 100.000 Figuren und über 1.000.000 Einzelteilen die größte PLAYMOBIL-Schausammlung der Welt. Mit diesen kreiert er einzigartige thematische Ausstellungen, so u. a. 2009 im Pariser Musée des Arts décoratifs im Westflügel des Louvre.

Nach dem Rundgang durch das Schloss laden im Erdgeschoss PLAYMOBIL-Spieltische zum Spielen ein. Und ein Besuch im Museumsshop, der verschiedenste PLAYMOBIL-Sets bereithält, wird sicher bei der Suche nach dem einen oder anderen Weihnachtsgeschenk hilfreich sein.

Die Ausstellung wird am 1. Dezember 2019, 14.00 Uhr eröffnet ist bis zum 15. März 2020 zu sehen.

Stadt. Mensch. Geschichten. – Altenburger Fotoatelier Arno Kersten 1867–1938

Fotos erzählen Geschichten. Der Nachlass des Altenburger Fotografenateliers Arno Kersten bildet mit Studioausstattung und Geschäftskorrespondenz aus acht Jahrzehnten einen deutschlandweit einzigartigen Schatz. Er eröffnet vielfältige zeithistorische Einblicke in das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert. In der Ausstellung wird der Geschichte hinter den Bildern nachgegangen. Es sind eigens produzierte Filme zu sehen, welche über die zeitgeschichtlichen Kontexte der Bildmotive erzählen. Neben zahlreichen Zeitdokumenten, Fotos und Teilen der Studioausstattung werden ein dem Atelier Kersten nachempfundenes Glasatelier sowie eine Selfie-Station im historischen Gewand zu erleben sein.

Ausstellungszeitraum: 18. Mai bis 27. Oktober 2019 im Residenzschloss Altenburg

humboldt⁴

Alexander von Humboldt hat im 19. Jahrhundert fremde Welten in Asien und Amerika besucht und erforscht. Er hat hierüber Berichte verfasst, welche die Vorstellungen seiner Zeitgenossen über fremde Länder und Kulturen fortan prägten. Damit hat er auch buchstäblich das Tor zu unbekannten Welten aufgestoßen: Generationen adliger Forscher eiferten Humboldts Vorbild nach und machten sich zu Expeditionen in Winkel der Welt auf, welche für den durchschnittlichen Bürger nicht erreichbar waren. So auch der letzte Herzog von Sachsen-Altenburg, Ernst II., der 1911 eine Spitzbergen-Expedition wagte. Die Ausstellung zeichnet nach, wie Adlige das von Humboldt geschaffene Rollenmodell des „reisenden Forschers“ adaptierten und für sich nutzten, um sich in einem monarchisch regierten – und als Staatsform längt in der Krise befindlichen – Deutschland zu präsentieren und zu legitimieren. Ein vielfältiges und ambitioniertes Begleitprogramm ist dem Ausstellungsprojekt zur Seite gestellt (siehe Veranstaltungsplan).

Die Sonderausstellung ist Teil der Ausstellungsreihe „humboldt⁴“, für welche vier Museen des Altenburger Landes anlässlich des 250. Geburtstages des Universalgelehrten Alexander von Humboldt kooperieren.